Eigenblutspende

Herzchirurgie

Direktor:
Prof. Dr. med. Michael Weyand

Um die Notwendigkeit der Gabe von Fremdblutkonzentraten mit niedrigen, aber potenziell möglichen Infektionsrisiken so gering wie möglich zu halten bieten wir in unserer Klinik die Möglichkeit zur Eigenblutspende an.

Die Eigenblutspende ist bei einer geplanten Herzoperation möglich, bei Notfall- oder dringlichen Eingriffen kann sie nicht durchgeführt werden. Hierfür kommen nach unseren eigenen Untersuchungen nur ca. 15-20% der erwachsenen und jugendlichen Patienten überhaupt in Frage.

Voraussetzungen:

  • Gewicht größer 30 kg
  • ausreichende Anzahl roter Blutkörperchen, Hämoglobin (Hb) > 12 g/dl (Frauen) und Hb > 12,5 g/dl (Männer)
  • stabile Herzbeschwerden
  • ausreichend normale Pumpfunktion des Herzen
  • keine Kollaps- oder Schwindelzustände in der unmittelbaren Krankengeschichte
  • unbehinderter Blutfluß über die Halsarterien zum Gehirn
  • keine akuten oder chronischen Infektionen

Die Eigenblutspende wird in unserer Transfusionsmedizinischen Abteilung (Leiter: Prof. Dr. Eckstein) durchgeführt.

Zur Transfusionsmedizinischen Abteilung 

Den Ablauf kann man sich in etwa so vorstellen: Falls Sie anhand Ihrer Krankenunterlagen zur Eigenblutspende geeignet sind, wird Ihnen ab der 6. Woche vor der Operation in unterschiedlichen Zeitabständen, je nach den Blutwerten zwischen ein- und dreimal Blut wie bei einer normalen Blutspende entnommen. Das gespendete Blut wird dann durch spezielle Substanzen für ca. 7 Wochen haltbar gemacht.

Bei herzkranken Patienten ist man mit der Eigenblutspende insofern etwas zurückhaltend, da mit den roten Blutkörperchen dem Körper Sauerstoffträger entnommen werden, dies kann infolge mangelnder Sauerstoffzufuhr zu wichtigen Organen wie Herz oder Gehirn Beschwerden bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

Aus diesem Grund ist vor der Eigenblutspende eine ausführliche Sichtung Ihrer Krankenunterlagen und eine kurze Untersuchung notwendig um ein vorhandenes Risiko auszuschließen. Die Blutspende durch Verwandte wird von den Transfusionsmedizinern wegen der höheren Wahrscheinlichkeit von allergischen Reaktionen bis hin zum Schock abgelehnt.

 
 
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Zusammenfassung