Herzschrittmacher Implantation

Herzchirurgie

Direktor:
Prof. Dr. med. Michael Weyand

Herzschrittmacher

Mit der Implantation von Herzschrittmachern bestehen in unserer Klinik in Erlangen schon mehr als vier Jahrzehnte Erfahrungen. Wesentliche Impulse gingen in den Anfangsjahren in Deutschland von hier aus. Heutzutage werden die Aggregate meist von Kardiologen eingepflanzt, jedoch gibt es Spezialsituationen, in denen der Herzchirurg gefragt ist.

Zum Beispiel bei

  • erfolglosen Schrittmacherimplantationen mit nachfolgender bakterieller Entzündung im Herzen (Endokarditis), bei der die Elektroden aus dem Herzen entfernt werden müssen, die gleichzeitig befallene Herzklappe ersetzt oder korrigiert werden muss und anschließend die Elektroden von außen auf den Herzmuskel aufgebracht werden müssen.
  • angeborenen Herzfehlern mit derart veränderter Vorhof- und Kammeranatomie, dass eine Implantation der Elektroden nur von außen (epimyokardial) erfolgen kann.  

Dies sind jedoch in der Regel seltene Situationen. Auch routinemäßige Schrittmacheroperationen werden in unserer Klinik in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt. Elektroden werden hierzu von einer Vene im Brustwandbereich unter Röntgenkontrolle zum Herzen vorgeschoben. Im Bereich des Brustmuskels wird eine Tasche gebildet unter der später die Schrittmacherbatterie verlagert wird.

Bei einem Einkammerschrittmacher wird eine Elektrode im Herzen fixiert, von wo aus das Herz im Bedarfsfall stimuliert werden soll. Bei einem Zweikammerschrittmacher wird eine Elektrode im rechten Vorhof- und eine in der rechten Herzkammer plaziert. Bei zeitlich aufeinander exakt abgestimmter Abgabe von Impulsen zunächst aus dem Vorhof und anschließend zeitlich versetzt aus der Kammer kann der natürliche Herzrhythmus weitgehend imitiert werden, was der wesentliche Vorteil dieses komplizierteren Systems ist.

 
 
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Zusammenfassung