Klappenoperation interventionell

Herzchirurgie

Direktor:
Prof. Dr. med. Michael Weyand
TAVI

Interventionelle Klappen-Operation

Im Herzzentrum des Universitätsklinikums Erlangen wird seit dem Jahre 2008 eine neue, interventionelle Technik durchgeführt, mit der Aortenklappen am schlagenden Herzen ersetzt werden können.
Dabei wird über einen Katheter eine künstliche Herzklappe (Herzklappenstent) in die defekte Aortenklappe eingesetzt. Bislang bedeutete ein Aortenklappenersatz für Patienten immer eine Herzoperation mit Herz-Lungen-Maschine. Seither konnten bereits hunderte Patienten mit der neuen Methode im Universitären Herzzentrum operiert werden.

Mit dem neuen Verfahren kann auf zwei Wegen die Aortenklappe erreicht werden: Zum einen wie beim Herzkatheter über die Oberschenkelarterie (transfemoraler Zugang), zum anderen über einen sechs Zentimeter langen Schnitt zwischen dem vierten und fünften Rippenbogen durch die Herzspitze (transapikaler Zugang). Bei beiden Methoden wird ein Katheter bis zur Aortenklappe vorgeschoben: Beim transfemoralen Zugang über den Aortenbogen bis in die linke Herzkammer. Beim transapikalen Zugang wird die Herzspitze freigelegt und der Katheter direkt bis in die Aorta vorgeschoben. Anschließend wird mit einem kleinen Ballon an der Katheterspitze die defekte Herzklappe aufgedehnt (Ballondilatation) und dann eine Gefäßprothese mit integrierter Herzklappe (Herzklappenstent) unter echo- und angiografischer Kontrolle präzise positioniert. Abschließend wird die Prothese aufgedehnt und ersetzt die alte Klappe. Operiert wird in einem zertifizierten, OP-Saal-ähnlichen Herz-Katheter-Labor.

Das Verfahren bietet vor allem Patienten eine neue Möglichkeit, die bislang aufgrund ihres hohen Alters oder schwerer Begleiterkrankungen nicht operiert werden konnten

 
 
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Zusammenfassung